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Finanzlexikon: konferenz-von-bretton-woods

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1944 wurde auf der Konferenz von Bretton Woods (New Hampshire, USA) von 44 UN-Staaten der Internationale Währungsfond (IWF) gegründet und das Bretton-Woods-System ausgearbeitet. Ziel des neuen Währungssystems war die Wiederherstellung einer internationalen Ordnung in den Währungsbeziehungen.

Im Mittelpunkt des Systems stand der US-Dollar, dessen Wert gegenüber dem Gold festgelegt war (35 U$ je Unze), verbunden mit der Verpflichtung, Dollar in Gold einzulösen. Die anderen Mitglieder des Systems vereinbarten starre Wechselkurse gegenüber dem Dollar. Das System war also asymmetrisch gestaltet: Die USA waren völlig autonom in ihrer Währungs- und Geldpolitik, während alle anderen Mitglieder des Bretton-Woods-Systems ihren Wechselkurs gegenüber dem Dollar durch Devisenmarktinterventionen sicherstellen mussten. Nur wenn sich dauerhafte Ungleichgewichte ergaben, konnte im Rahmen einer internationalen Vereinbarung der Wechselkurs verändert, also auf- oder abgewertet werden (Realignment).

So lange die USA keine großen Außenhandelsdefizite aufwiesen, der Dollar also international knapp war, arbeitete dieses System reibungslos. Als aber die USA begannen, den Vietnam-Krieg durch die Notenpresse zu finanzieren, wurde die Welt mit Dollar überschwemmt und alle Länder mussten Dollar aufkaufen, um ihren Wechselkurs zu verteidigen. In der Folge brach das System Anfang der siebziger Jahre zusammen. 1971 kündigten die USA ihre Verpflichtung, Dollar in Gold einzulösen. 1973 brach das Bretton-Woods-System endgültig zusammen.

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